Rechtliches

Eine Hochzeit bedeutet nicht, dass alles romantisch und „rosa-rot“ ist – auch rechtliche Dinge müssen vor der Eheschließung geklärt werden. Schließlich bekennen Sie mit der Heirat nicht nur Ihre Liebe, sondern binden sich auch per Gesetz aneinander! So unterliegt eine rechtliche Eheschließung dem Ehegesetz (EheG) und kann nur durch einen Standesbeamten erfolgen bzw. durch ein gerichtliches Urteil aufgehoben werden.

Hinsichtlich der Namensführung ist zu beachten, dass die Braut nicht mehr automatisch den Namen des Mannes annehmen muss. Drei Varianten können gewählt werden:

  • gemeinsamer Ehename,
  • Begleit- oder Doppelname,
  • getrennte Namensführung.

JustitiaSo unromantisch ein Ehevertrag auch ist, so ist er in einigen Fällen doch ratsam – denken Sie an die Scheidungsrate!
Besprechen Sie diesen Punkt und lassen Sie sich von einem Anwalt beraten, denn eine Scheidung zieht rechtliche Konsequenzen nach sich, die durch einen Ehevertrag ausgeschlossen bzw. eingeschränkt werden können.

  • Zugewinngemeinschaft:
    Nach dem Vollzug der Eheschließung befinden Sie sich rechtlich in einer Zugewinngemeinschaft, d. h., sollte die Ehe beendet werden, wird das nach der Hochzeit aufgebaute Vermögen (der Zugewinn) gerecht geteilt, damit die beruflich eingeschränkte Person nicht benachteiligt wird.
  • Gütergemeinschaft:
    Wird eine Gütergemeinschaft festgesetzt, verschmelzen Vermögen und auch Schulden beider Partner zu einem Ganzen und gehört damit beiden gleichermaßen. Im Falle einer Scheidung wird dem entsprechend alles gerecht aufgeteilt.
  • Gütertrennung:
    Jeder besitzt jeweils das eigene Vermögen (und Schulden). Im Falle einer Scheidung kommt es weder zu einem Zugewinnausgleich noch zu einem Versorgungsausgleich. Es kann auch kein Anspruch auf Renten oder Ausgleichszahlungen geltend gemacht werden.

Trauzeugen sind bei der katholischen Hochzeit vorgeschrieben; zur standesamtlichen oder zur evangelischen Trauung liegt es in Ihrem Ermessen, ob Sie mit oder ohne Trauzeugen heiraten möchten.
Die Aufgaben eines Trauzeugen bestehen darin Ihnen während der Vorbereitungen und auch nach der Hochzeit beizustehen. Sollten Sie sich für eine Eheschließung unter dem Beisein von Trauzeugen entscheiden, gibt es auch hier einiges zu beachten. Ein Trauzeuge sollte:

  • volljährig sein,
  • einen gültigen Personalausweis oder Pass besitzen, welcher zur Trauung vorliegen muss
  • geistig und körperlich der Trauung folgen können,
  • Deutsch sprechen (ggf. Dolmetscher),
  • ggf. den Nachweis über seinen akademischen Grad vorlegen.

Um mögliche Streitigkeiten zu vermeiden, sprechen Sie vor Ihrer Hochzeit über folgende Dinge:

  • Familie (Stimmt das Verhältnis zueinander?)
  • Geld (Wie werden die Einnahmen und die Ausgaben verteilt?)
  • Haushalt (Wie wird die Arbeit im Haushalt aufgeteilt?)
  • Karriere (Wie können Beruf und Familie vereint werden?)
  • Kinder (Wenn ja, wie viele? Erziehung? Religion?)
  • Sex (Gibt es Probleme?)
  • Treue (Was bedeutet Treue für Sie und Ihren Partner? Was ist akzeptabel?)

Sollten zu einigen der hier aufgezählten Punkte noch Fragen bestehen, können Sie mich sehr gern kontaktieren. Gegebenenfalls vermittle ich Ihnen einen entsprechenden Experten.

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